Letzte Aktualisierung: 23-01-2008   Seite Bookmarken
 
 
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Neues EU-Projekt für Priener Logistik-Kompetenz-Zentrum  
Für ein reibungsloses Rettungswesen zwischen Bayern und Österreich
Die Patiententransporte und die Notfallrettung im bayerisch-tirolischen Grenzgebiet sollen künftig reibungsloser funktionieren. Das Priener Logistik-Kompetenz-Zentrum (LKZ) hat das grenzüberschreitende Projekt „Patiententransportlogistik – kurz PTL gestartet, dass von der EU gefördert wird. Ziel ist es, die Notfallrettung und die Krankentransporte im bayerisch-tirolischen Grenzgebiet zu analysieren und danach effizient zu organisieren. Dazu gehört die gesamte Kette im Rettungswesen – vom Anruf in der Rettungsleitstelle bis hin zur Ankunft des Patienten in einem Krankenhaus in Bayern oder Tirol. Auch die grenzüberschreitenden  Einsätze bei Bergunfällen, die Luftrettung und die Wasserrettung werden in der Analyse berücksichtigt. Das Projekt hat eine Laufzeit von zweieinhalb Jahren. Partner des LKZ sind der Zweckverband für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung Rosenheim und das Land Tirol.  Das Land Salzburg arbeitet ebenfalls mit. Das Kerngebiet der Untersuchung erstreckt sich auf Stadt und Landkreis Rosenheim, den Landkreis Miesbach und das Land Tirol. Das Projekt hat ein Gesamtvolumen von 780.000 Euro. Die EU fördert es im Rahmen des Interreg IIIa-Programms zu 45 Prozent, 10 Prozent finanziert das LKZ, die restliche Finanzierung hat das Land Bayern und Tirol und der Zweckverband für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung übernommen.

Unterschiedliche Kommunikationssysteme in Bayern und Österreich, die Reformen im Gesundheitswesen und die Einführung der EU-weiten Notrufnummer 112  stellen das gesamte Rettungswesen vor große Herausforderungen. „Die effiziente und zielgerichtete Versorgung von Patienten ist von lebenswichtiger Bedeutung“, betonte LKZ-Geschäftsführer Karl Fischer bei der Vorstellung des Projekts am 05. August in Windshausen. „Es ist deshalb notwendig, dass alle Einsatzbeteiligten gemeinsam eine optimale Struktur und Vorgehensweise zum Nutzen der Patienten definieren und auch umsetzen.“ Das bayerisch-tirolische Grenzgebiet habe große Unterschiede in der Siedlungsdichte, großen Zulauf von Touristen und ein topologisch anspruchsvolles Gebiet. „Bergrettung, Wasserrettung Höhlenrettung und die Notwendigkeit von Luftrettung aus schwierigem Gelände erhöhen die Komplexität im Rettungswesen“, erklärt der LKZ-Geschäftsführer weiter. Zudem hätten die Rettungsdienste in Bayern und Tirol völlig verschiedene Strukturen. 

Die Tiroler Landesrätin Elisabeth Zanon erwartet sich durch das Projekt eine genaue Analyse des Rettungsdienstes. „Wir wollen wissen, wo wir stehen, und wo genau die die Probleme im grenzüberschreitenden Rettungsdienst sind. Die Schlagbäume sind zwar weg, doch es gibt nach wie vor rechtliche und technische Grenzen.“
Der Rosenheimer Landrat Dr. Max Gimple dankte dem Land Tirol für die Mitarbeit. „Der Zeitpunkt für dieses Pilotprojekt ist günstig“, sagte er wörtlich. „Nicht nur, weil europaweit die Notrufnummer 112 eingeführt wird, sondern weil sich der Verkehr durch die Grenzöffnungen in einem ungeahnten Ausmaß verdichtet.“ In einer ersten Ist-Analyse wird untersucht, wie die Notfall- und Krankentransporte in Bayern, in Tirol und über die Grenzen hinweg zur Zeit funktionieren. Für eine künftige Optimierung soll auch der Einsatz moderner Technologien – wie zum Beispiel das europäische Satellitennavigationssystem Galileo – mit einbezogen werden. Genau unter die Lupe nehmen wollen die Fachleute im LKZ auch den Informationsfluss im Rettungswesen, die Abrechnungsmodalitäten und die Aktualität der Daten bei Einsätzen. „Das Projekt Patiententransportlogistik liefert dazu die notwendige grenzüberschreitende Plattform und die personellen Ressourcen, um hier sehr schnell zu konkreten gemeinsamen Lösungen zu kommen“ verspricht Karl Fischer.  „Ein Schwerpunkt wird bei unserer Arbeit immer sein, dass wir alle Beteiligten bei Patienten- und Krankentransporten in den Entscheidungsprozess mit einbinden.“

Hinweis für Redaktionen: für ein Interview erreichen Sie Karl Fischer:
LKZ Prien GmbH
Herr Karl Michael Fischer
Joseph-von-Fraunhofer-Str. 9
83209 Prien am Chiemsee
Tel.:     +49 (0) 8051 /901-101
Fax.:    +49 (0) 8051 /901-109
eMail:  info@lkzprien.de
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  15.12.2005
KickOff Meeting im LKZ
Europäisches Projekt der Patienten-Transport-Logistik (PTL)
 
  Optimierte Notfall - Logistik
Verkehrs Rundschau
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  Notfallrettung wird ein Fall für die Logistiker
Chiemgau Zeitung 08.08.2005
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