Letzte Aktualisierung: 23-01-2008   Seite Bookmarken
 
 
Alpine Freight Railway
Patiententransportlogistik
Home
Projektbeschreibung
Arbeitspakete
Downloads
Wir über uns
Presse und Öffentlichkeitsarbeit
Bildergalerie Notfalltag 2007
Bildergalerie Großübung
Archiv
Links
  Projektpartner Patienten-Transport-Logistik
 
 
Bild: LKZ
Bild: LKZ
Bild: LKZ
24.05.2007  
Mangelnde Technik - großartige Helfer
Grenzüberschreitender Rettungsdienst mit Hindernissen Logistik-Kompetenz-Zentrum präsentiert erste Ergebnisse im EU-Projekt.
Der grenzüberschreitende Rettungsdienst zwischen Bayern und Tirol hat noch viele Tücken und zahlreiche technische Mängel. Zu diesem ersten Zwischenergebnis kommt das Priener Logistik-Kompetenz-Zentrum (LKZ) in seinem EU-Projekt „Patienten-Transport-Logistik (PTL)“. „Wenn es nicht so viele engagierte ehrenamtliche und hauptamtliche Mitarbeiter in der Leitstelle, bei Rettungsdiensten und Notärzten und in den Kliniken gäbe, läge vieles im Argen“, sagt LKZ-Geschäftsführer Karl Fischer. „Die Menschen machen technische Mängel mit pragmatischen und unbürokratischen Lösungen wett.“
Das LKZ untersucht in dem EU- Projekt (gefördert vom EU-Programm Interreg IIIA, dem bayerischen Wirtschaftsministerium und dem Rettungszweckverband) gemeinsam mit der Fachhochschule Rosenheim und dem Fraunhofer Institut für Materialfluss und Logistik, wie der Rettungsdienst und die Krankentransporte in Stadt und Landkreis Rosenheim, im Landkreis Miesbach und im Land Tirol funktionieren. Dabei nahmen die Fachleute jeden einzelnen Schritt unter die Lupe: von der Notfallmeldung über das Ausrücken von Fahrzeugen bis hin zur Übergabe des Patienten in einer geeigneten Klinik. „Bei dem Projekt haben wir den gesamten Ablauf eines Rettungseinsatzes in 135 Einzelprozesse zerlegt“, erläutert Fischer.
Bisher gab es in eineinhalb Jahren über 100 Treffen mit mehr als 500 Beteiligten. Besonders wichtig war dabei der grenzüberschreitende Erfahrungsaustausch. Die politische Bedeutung wurde durch den Besuch einer Delegation aus Stadt und Landkreis unter Leitung des Landrates Dr. Max Gimple in der neuen tirolischen Integrierten Leitstelle in Innsbruck unterstrichen. Die Besucher aus Bayern waren von dem hohen technischen Standard und den neuen Räumlichkeiten der neuen Integrierten Leitstelle in Innsbruck beeindruckt.
Im Laufe des Projektes wurden nicht nur zahlreiche Unterschiede zwischen Bayern und Tirol ermittelt, sondern auch viele Schwachstellen. Für Probleme sorgt zum Beispiel die unterschiedliche Finanzierung des Rettungsdienstes in Bayern und Tirol. In Tirol zahlen die Gemeinden die Vorhaltung, die Krankenkassen zahlen die Einsätze. In Bayern zahlen die Krankenkassen auch die Grundfinanzierung nach einem komplizierten System. Die Folge: In Tirol muss die Krankenkasse für einen Einsatz des Rettungsfahrzeugs rund 50 Euro zahlen, in Bayern sind es ca. 500 Euro, da hier auch die Fixkosten mit eingerechnet sind. „Wenn jetzt ein Tiroler nach einem Unfall an der Landesgrenze in eine bayerische Klinik kommt, ist eine österreichische Krankenkasse nicht unbedingt bereit, plötzlich 500 Euro zu zahlen“,  erläutert Fischer.
Noch ein Beispiel: In Tirol können die Rettungsleitstellen den Status der Rettungshubschrauber im Internet abfragen. In Bayern muss der Mitarbeiter, der den Notruf entgegennimmt, nacheinander die Rettungsleitstellen per Telefon fragen, wo gerade ein Hubschrauber frei ist.  Es gibt kein einheitliches Funksystem zwischen Tirol und Bayern, so dass eine reibungslose Verständigung bei einem Massenunfall auf der Inntalautobahn an der Landesgrenze gar nicht möglich ist.
Als eines der ersten greifbaren Ergebnisse aus diesem Projekt entwickelte das LKZ eine internetfähige Datenplattform, auf der bei einem Einsatz alle notwendigen Informationen gespeichert werden. „Die Führungskräfte werden bei einem grenzüberschreitenden Einsatz mit einem Laptop ausgerüstet. Sie können alle nötigen Daten eingeben und aktualisieren. Auch die Rettungsleitstellen in Bayern und Tirol haben Zugriff auf diese Daten“, erklärt Fischer. Erstmals getestet  wird diese neue Software am 2. Juni. An diesem Tag organisiert das LKZ in Kiefersfelden eine große grenzüberschreitende Übung am Inn mit bayerischen und österreichischen Rettungsdiensten. „Wir simulieren einen so genannten Massenanfall von Verletzten. Und dann wird sich zeigen, welche Probleme in der Praxis auftreten und in wie weit die gemeinsam erarbeiteten neuen Konzepte in der Praxis schon greifen.“ Weitere Infos unter: www.ptl-sos.de
zurück
 
 
  15.12.2005
KickOff Meeting im LKZ
Europäisches Projekt der Patienten-Transport-Logistik (PTL)
 
  Optimierte Notfall - Logistik
Verkehrs Rundschau
PDF 400 KB
 
  Notfallrettung wird ein Fall für die Logistiker
Chiemgau Zeitung 08.08.2005
PDF 165 KB