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18.02.04 Schwäbische Presse  
Mehr Güter auf die Schiene
ULM – Mehr Güter von der Straße auf die Schiene zu verlagern, diese Forderung wird beinahe täglich von Verkehrspolitikern jedweder Couleur erhoben. Doch es fehlt ein maßgeschneidertes Konzept für den Gütertransport auf der Schiene. Ein von der EU mit drei Millionen Euro gefördertes Projekt will das jetzt ändern.
Die Forderung, mehr Güter von der Straße auf die Schiene zu verlagern, soll für die sechs Teilnehmer-Länder neben Deutschland sind das Österreich, Italien, Frankreich, Slowenien und die Schweiz - keine leere Floskel bleiben, sondern praktisch umgesetzt werden. "Es ist wichtig, dass am Ende tatsächlich Güterzüge fahren und unsere Untersuchungen nicht in einem Aktenschrank landen", erklärte der Geschäftsführer des Regionalverbandes Donau-Iller, Julian Osswald, gestern nach einen Konferenz in Ulm.
Das von der EU mit drei Millionen geförderte Projekt soll vor allem neue Möglichkeiten des Schienentransports von Süddeutschland über die Alpen nach Oberitalien aufzeigen. Allein aus der Region Donau-Iller gehen nach Erhebung des Regionalverbandes jährlich rund 600 000 Tonnen Güter über die Alpen nach Italien - fast ausschließlich mit Lkw auf der Straße. Rund 20 Prozent davon sind für den Bahntransport geeignet, doch es fehlen die Angebote. "Schiene aus einer Hand" zu bieten, wie es bei den Lkw-Spediteuren lägst üblich ist, haben sich die Initiatoren des Projekts deshalb auf die Fahnen geschrieben
Bis 2007 werden konkrete Schienen-Verbindungen über die Alpen zu den oberitalienischen Häfen an Adria und Mittelmeer ausgeschrieben. "2008 sollen die ersten Züge rollen", verkündete Osswald als Zielmarke. Der geplante Containerbahnhof im Norden Ulms und die Südbahn zwischen Ulm und Lindau werden in das Konzept eingebunden. Es soll ohne den Aus- oder Neubau von Strecken funktionieren - durch intelligente Verknüpfung bestehender Netze und den Abbau bürokratischer Hürden. So dürfen deutsche Lokführer bislang nicht auf italienischen Strecken fahren.
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