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| 18.02.04 Neu-Ulmer Zeitung |
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Alpentransit: Schiene soll Straße entlasten
Regionalverbände setzen auf internationales Projekt |
600 000 Tonnen Fracht werden jährlich aus dem Großraum Ulm/Neu-Ulm mit Heidenheim zu oberitalienischen Mittelmeerhäfen und in die Gegenrichtung transportiert: Mit Lkw auf der Straße. Etwa 20 Prozent davon könnte auf die Schiene verlagert werden, hofft der Regionalverband Donau-Iller. Das Konzept wird in den nächsten drei Jahren im Rahmen des internationalen Verkehrsprojekts "AlpFRail" entwickeln. Gestern wurde es in Ulm vorgestellt. Partner des Projekts, dessen Auftakt bei einer Regionalkonferenz aller Beteiligte erfolgte, sind neben dem Regionalverband Donau-Iller das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Wohnungswesen, das bayerische Staatsminsterium für Umwelt und Verkehr, die Regionalverbände Bodensee-Oberschwaben, Neckar-Alb, Region Stuttgart und das DB Netz, die Länder Österreich, Italien und Frankreich. Intelligente Verknüpfung Ziel der Projekts ist eine Ausschreibung, mit dem der grenzüberschreitende Güterverkehr auf der Schiene unter Einsatz neuer Technologien intelligent verknüpft wird. "Jahrelange verkrustete Strukturen sollen in Frage gestellt werden", erläuterte Julian Osswald, Direktor des Regionalverbandes Donau-Iller. Ein Beispiel: Seit 50 Jahren dürfen Güterzüge nur mit maximal 80 Stundenkilometer durch Alpentunnel gen Italien rollen, da Risiken für die Aufbauten befürchtet wurden. Eine Nachprüfung mit Aufbauten aus Sperrholz ergab: Das einzige Hindernis auf der Strecke war das Bahnhofsdach von Verona. In der Region Donau-Iller einschließlich dem Oberzentrum Heindenheim werden 60 Prozent Güter in den Norden transportiert, der Rest geht Richtung Süden. Aber die Schienenverbindungen zu den Mittelmeerhäfen wie Genua, La Spezia, Triest und Koper (Slowenien) seien schlecht. Daher wird der Güter-Transport vor allem auf der Straße abgewickelt, mit allen daraus bekannten Folgen. die Lkz-Quote über die Alpen könnte im dreistelligen Bereich eingespart werden, glaubt der Regionalverband. Mit dem Projekt soll die internationale Vernetzung der alpenquerenden Schienenwege konsequent verbessert werden und nicht nur auf den beiden Hauptrouten Brenner, Gotthard oder Tauern beruhen. Mit einer attraktiven Anbindung könnte die Wirtschaft bei Transporten zwischen Süddeutschland und Asien über die Nordseehäfen und bis zu drei Tage Transportzeit einsparen, ist das oberbayerische Logistik-Kompetenz-Zentrum überzeugt. Einbezogen in das Konzept werde unter anderem auch der künftige Containerbahnhof Dornstadt, der nach Angaben Osswalds von der Bahn grundsätzlich zugesichert wurde. Halbierte Fahrzeit Schon bei den Voruntersuchungen hatte sich beispielsweise ergeben, dass allein die Fahrzeit eines Zuges von München nach Verona von bisher zwölf Stunden um die Hälfte verkürzt werden könnte, wenn die Verbindung optimiert werde. Die Laufzeit des Projektes, dass mit drei Millionen Euro gefördert wird, beträgt drei Jahre. Mit den Umsetzungen wird ab 2008 gerechnet, so Osswald gestern.
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16.06.05 Workshop Venedig
Vorträge verschiedener Teilnehmer als PDF.
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