| 10.05.2006 Aschau |
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Kongress Logistik Innovativ 2006
Das Netzwerk im Kopf und auf der Schiene |
Das Netzwerk im Kopf und auf der Schiene Kongress „Logistik Innovativ“ in Prien: LKZ zieht Erfolgsbilanz
„Im globalen Wettbewerb werden diejenigen Unternehmen gewinnen, denen es gelingt Vernetzungen am effizientesten umzusetzen." Von dieser These ist der Geschäftsführer des Priener Logistik-Kompetenz-Zentrums (LKZ) Karl Fischer überzeugt und der Erfolg gibt ihm recht: Innerhalb von wenigen Jahren ist es ihm und den 25 Unternehmen im LKZ-Netzwerk gelungen, dank perfekter Netzwerkarbeit bedeutende Projekte in acht Kompetenzfeldern auf den Weg zu bringen und umzusetzen. Begonnen hat die Geschichte nun schon fast vor zehn Jahren. Damals war Logistik noch ein Begriff der eigentlich schwer greifbar war. Fachleute sprachen zwar damals schon davon, dass Logistik Arbeitsplätze schaffen würde und dass Logistik in der gesamten Kette erhebliche Kosteneinsparungspotenziale bieten würde. Für einen Landkreis und eine Gemeinde war es 1997 eine schwierige Entscheidung das Logistik-Kompetenz-Zentrum zu gründen, welche sich aber im Nachhinein als richtiger Weg erwiesen hat. Öffentlich-rechtliche Gesellschafter, der Landkreis Rosenheim, der Markt Prien und die Industrie- und Handelskammer für München und Oberbayern haben sich in einer privaten GmbH zusammengeschlossen und das Logistik-Kompetenz-Zentrum gegründet und das Gebäude in Prien am Chiemsee errichtet. Es war damals nicht selbstverständlich solch ein Innovationszentrum in eine ländliche und vom Tourismus geprägte Umgebung zu errichten. Inzwischen hat sich herausgestellt, dass die interdisziplinäre Zusammenarbeit von Betriebswirtschaftslehre, Informatik und Technik zu kurzfristigen Lösungsmöglichkeiten im Bereich Logistik führt. 12 Unternehmer sind in das LKZ eingezogen und beschäftigen derzeit 64 Mitarbeiter. Die Praxis zeigt immer wieder, dass logistisches Know How weit über die Lösung reiner Transportprobleme hinausgeht. So haben sich die Experten im LKZ inzwischen zu acht Kompetenzfeldern aufgestellt: Schienengüterverkehr, Gesundheitswesen, Informationssysteme, Personenverkehr, Innerbetriebliche Logistik, Tourismus/Touristik, Transportnetzwerke, Verkehrsplanung/Telematik. Es besteht eine enge Zusammenarbeit mit dem im LKZ ansässigen Fraunhofer Institut und der Fachhochschule Rosenheim, bereits 3 der 25 Praktikanten/Diplomanden haben nach Abschluss des Studienschwerpunkt Logistik an der Fachhochschule Rosenheim in Prien einen sicheren und hochwertigen Arbeitsplatz erhalten. Dieses „ Netzwerk im Kleinen“ setzt das LKZ unter anderem bei dem Projekt Alpine Freight Railway (AlpFRail) auf großer, sprich europäischer Ebene um. Als "Lead Partner" arbeitet das Team um Karl Fischer das Netzwerk für die Zusammenarbeit Schritt für Schritt aus und holte nacheinander 17 Partner und 8 Oberserver mit ins Boot. „Das Netzwerk bestand zunächst aus den Partnern Land Salzburg, Land Kärnten und dem Bundesverkehrsministerium in Wien.", erläuterte Fischer. "Allmählich breitete sich das Netz über die Länderminister von Deutschland, Italien, Österreich, Slowenien aus. Dazu kam der italienische und österreichische Umweltminister und weitere Partner in Friaul Julisch Venetien, Venedig, Brescia, Mantua, Alessandria und der Schweiz. Auf deutscher Seite kam noch Verstärkung aus Baden-Württemberg, der Deutschen Bahn AG und dem Bundesverkehrsministerium. In Österreich wurde das Land Vorarlberg der nächste neue Partner." Durch zahlreiche Treffen zwischen den fachlich kompetenten Unternehmen im Logistik-Kompetenz-Zentrum und den europäischen Partnern und dem damit vertretenen Know-how aus unterschiedlichen Regionen entstand ein soziales Netzwerk. Bei verschiedensten zusätzlichen Besuchen vor Ort an Hafenanlagen, in Rangierbahnhöfen, an Grenzübergängen wurden Details erörtert, auf regionaler Ebene diskutiert und in einem europäischen Masterplan zu einem Gesamtprodukt zusammengefasst. Somit entstand aus einem zunächst sozialen Netzwerk ein technisches Netzwerk. Dieses technische Netzwerk wurde nun unter wissenschaftlicher Begleitung des Fraunhofer Instituts und der Fachhochschule Rosenheim systematisch durch Marktanalysen und Erhebungen der Stärken und Schwächen in der Schieneninfrastruktur ergänzt. „Unser Gesamtziel ist ein Konzept für ein Schienennetzwerk mit Angeboten aus einer Hand für den Kunden". Der Kunde erhält vom LKZ ein Konzept, das mit den Partnern in ökonomischer, ökologischer, technischer, organisatorischer, politischer und marktkonformer Hinsicht abgestimmt ist. Karl Fischer dankt besonders der Europäischen Union dafür, dass sie dieses Projekt ermöglicht hat und den zahlreichen und engagierten Partnern für die tatkräftige Unterstützung.
Weitere Informationen und Impressionen vom Kongress unter www.lkzprien.de
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