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| Projektpartner Patienten-Transport-Logistik |
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Mitarbeit im Projekt PTL
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| Grenzüberschreitende Zusammenarbeit von links nach rechts: Hofrat Dr. Herbert Walter vom Land Tirol, LKZ-Geschäftsführer Karl Fischer, Fachhochschulpräsident Prof. Alfred Leidig |
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| Pressemitteilung 15.11.2007 2. Rosenheimer Notfalltag |
Rettungsdienst und Patiententransportlogistik erfolgreich präsentiert
Großer Erfolg für den 2. Rosenheimer Notfalltag |
Rosenheim, 15.11.2007- Zu einer eindrucksvollen Präsentation von Rettungsdiensten und einer grenzüberschreitenden Zusammenarbeit in der Notfallrettung wurde der 2. Rosenheimer Notfalltag. 180 Teilnehmer kamen zur Veranstaltung auf dem Gelände der Hochschule Rosenheim. Vor dem Hochschulgebäude wurden die Rettungsfahrzeuge präsentiert, in den Hörsälen standen die Verbesserungen im grenzüberschreitenden Rettungsdienst im Mittelpunkt. Nach der Begrüßung durch den Hausherrn, Hochschulpräsident Prof. Alfred Leidig und den Grußworten des 2. Rosenheimer Bürgermeisters Anton Heindl und des stellvertretenden Landrats Lorenz Kollmannsberger berichtete Bezirkshauptmann Dr. Dietmar Schennach aus Reutte in Tirol vom grenzüberschreitenden Einsatz beim Busunglück in Reutte. 50 Verletzte und ein Toter waren damals auf der Bundesstraße 179 zu beklagen. „Hier hat sich unser enger Kontakt zwischen Bayern und Tirol bewährt“, berichtete Dr. Schennach. „Über 70 Helfer waren aus Bayern im Einsatz, auch der erste Notarzt vor Ort kam aus unserem Nachbarland. Die schwierige Rettung der Verletzten aus dem umgestürzten Bus ging nur so schnell, weil alle Hand in Hand zusammen gearbeitet haben.“ Nach der eindrucksvollen Präsentation des reibungslosen Einsatzes mit Bildern vom Unfallort begann die Abschlussveranstaltung des EU-Projekts „Patiententransport-Logistik“ des Priener Logistik-Kompetenz-Zentrums (LKZ). LKZ-Geschäftsführer Karl Fischer und Hofrat Dr. Herbert Walter vom Land Tirol führten gemeinsam in das Thema ein. Ziel des zweieinhalbjährigen Projekts war es, die grenzüberschreitende Zusammenarbeit im Rettungsdienst zwischen Bayern und Tirol zu verbessern. Karl Fischer und Projektmanagerin Waltraud Hartl konnten dazu erste Ergebnisse präsentieren. So gibt es gemeinsame Schulungen für Einsatzkräfte und eine Internet-Plattform mit einer aktuellen Übersicht der Einsatzlage, die beide Seiten auf Laptops bei grenzüberschreitenden Einsätzen nutzen können. „Wichtige Erkenntnisse haben uns nicht nur die gemeinsamen Workshops und Analysen gebracht, sondern auch die grenzüberschreitende Großübung im Juni“, betonte Fischer. „Dabei konnten wir in der Praxis sehen, welche Schwachstellen es zum Beispiel bei der Bildung einer gemeinsamen Einsatzleitung, bei der Patientenerfassung, der Kennzeichnung von Rettungskräften und beim Funkverkehr gibt.“ Bei der Großübung wurde der Brand auf einem Fahrgastschiff auf dem Inn bei Kiefersfelden simuliert. Partner des LKZ in dem Projekt waren der Zweckverband für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung Rosenheim (ZRF) und das Land Tirol. Über zwei Jahre lang nahmen die Fachleute des Logistik-Kompetenz-Zentrums die gesamte Kette im Rettungswesen unter die Lupe – vom Anruf des Patienten in einer Rettungsleitstelle bis hin zu seiner Ankunft in einem Krankenhaus in Bayern oder Tirol. Insgesamt gab es 141 Arbeitstreffen mit über 500 Beteiligten aus beiden Ländern. Eindrucksvoll unterlegten Hendrik Mielke vom Fraunhofer Institut für Materialfluss und Logistik und Prof. Heinrich Seidelmeier von der Fachhochschule Rosenheim ihren Anteil an der Projektarbeit. So wurde allein der Prozess vom Anruf des Patienten bis zu seiner Aufnahme ins Krankenhaus in 105 Einzelschritte unterteilt.
Im Abschlussbericht schlägt das LKZ 63 einzelne Maßnahmen vor, um den grenzüberschreitenden Rettungsdienst zu optimieren. Dazu zählen unter anderem:
- Bei grenzüberschreitenden Einsätzen bekommen die Einsatzleitung und die Führungskräfte eine Internet-Plattform auf Laptops. Der Zugang ist passwortgeschützt. Die Einsatzleitung kann hier die aktuellsten Daten über verfügbare Rettungskräfte, Rettungswagen und Stand des Einsatzes einpflegen und abrufen.
- Für eine gemeinsame Einsatzleitung werden Führungskräfte aus Bayern und Tirol geschult. Außerdem soll es regelmäßige Treffen geben.
- Einsatzkräfte aus Bayern und Tirol sind bei Einsätzen unterschiedlich gekennzeichnet. Das erschwert Führungskräften beider Länder die Kontaktaufnahme beim Einsatz. Eine erste Schulung dazu gab es auf dem Notfalltag.
- Die Abrechnung von Notfalleinsätzen ist zwischen Bayern und Tirol nicht geregelt. Probleme gibt es, wenn Einsatzkräfte über die Landesgrenze fahren, also der Unfallort aus ihrer Sicht im Ausland liegt. Das LKZ erarbeitete im Rahmen eines Workshops verschiedene Lösungsmöglichkeiten, die in einer öffentlich-rechtlichen Vereinbarung zwischen Bayern und Tirol realisiert werden sollen.
Das EU-Projekt „Patienten-Transport-Logistik“ (PTL) wurde von der EU im Rahmen des Interreg IIIa-Programmes zu 45 % und vom Land Bayern und Tirol und dem Zweckverband für Rettungsdienst und Feueralarmierung (ZRF) finanziert. (siehe auch: www.ptl-sos.eu)
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